Die eigenständige Kultur des modernen Bulgariens
Die Kultur des heutigen Bulgarien ist wahrhaft einzigartig und eigenständig. Allein die geografische Lage des Landes — an der Grenze zwischen Westen und Osten — bedingt seine Widersprüchlichkeit. Das zeigt sich in den Traditionen, in der Kunst und sogar in der Küche der Bulgaren. So ist der Einfluss östlicher Nachbarn in den nationalen Festen zu erkennen, die sehr an eigentümliche Karnevale erinnern, an denen nicht nur die Einheimischen, sondern auch Touristen teilnehmen. Die bekanntesten Feierlichkeiten sind Masleniza, Neujahr («Surva godina») und der Tag des Trifon (Weinbauern). Übrigens unterscheiden Fachleute mehr als 10.000 verschiedene Riten, die mit bulgarischen Festen verbunden sind. Zum Beispiel ist dank türkischem Einfluss ein unverzichtbares Attribut vieler Volksfeste der berühmte Tanz über Glut.
Das kulturelle Erbe Bulgariens, das viele Jahrhunderte umfasst, beinhaltet über 40.000 Denkmäler, von denen zehn heute unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehen. Wer in dieses Land kommt, sollte unbedingt die thrakischen Grabhügel von Kasanlak und Sweshtari, das Rila-Kloster und die in die Felsen gehauenen Kirchen von Ivanowo besichtigen.
Außerdem gibt es in Bulgarien mehr als 300 Museen, in deren Mauern einzigartige Sammlungen von Gegenständen aus der Antike und dem Mittelalter aufbewahrt werden. Besonders bekannt sind das Nationale Historische Museum und das Archäologische Museum, die sich in Sofia befinden. Und die große Anzahl historischer und natürlicher Schutzgebiete macht dieses Land besonders beliebt bei Liebhabern des Kulturtourismus.
Wer Bulgarien besucht, kann nicht nur Denkmäler der Geschichte und Architektur sehen, sondern auch Gerichte der nationalen Küche probieren, die Traditionen der Bulgaren schätzen und sogar an festlichen Ritualen teilhaben.